Hunderte Besucher, eine kulinarische Reise um die Welt und gelebtes Vereinsleben:
Das Greizer Suppenfest verwandelte den Schlossgarten am 12. September in einen
Treffpunkt für Vereine und Gäste. Mit der Bekanntgabe des „Vereins des Jahres 2026“
wartete am Nachmittag ein weiterer Höhepunkt.
Pünktlich zur Mittagszeit wurde es eng an den Suppentöpfen im Greizer Schlossgarten. Bei
sonnigem Wetter nutzten Hunderte Besucher die Gelegenheit, sich von Stand zu Stand zu
kosten. Insgesamt 18 Vereine und Einrichtungen präsentierten 18 Länder und 18
verschiedene Suppen – und machten das Greizer Suppenfest damit zu einer kleinen
kulinarischen Weltreise. Von Panama über Australien, Südafrika und Kuba bis nach Peru,
Österreich, Taiwan, Chile und Ecuador reichte die Reise durch die Kochtöpfe. Viele Vereine
hatten ihre Stände passend zum jeweiligen Land liebevoll geschmückt und sorgten damit
auch optisch für internationales Flair.
Eröffnet wurde das Fest um 11 Uhr durch den Greizer Fanfarenzug. Danach bestimmten
volle Suppenschüsseln, viele Gespräche und ein fröhliches Miteinander das Bild im
Schlossgarten – vor dem Unteren Schloss und mit Blick zum Elsterufer.
Kochen bringt Menschen und Vereine zusammen
Hinter dem Suppenfest steckt mehr als die Suche nach dem besten Rezept. Der
Kerngedanke ist, Greizer Vereine ganz praktisch zu unterstützen. Die Teilnehmer verkaufen
ihre Suppen selbst und können damit ihre Vereinskassen aufbessern. Gleichzeitig kommen
Vereine und Besucher miteinander ins Gespräch. Kochen bringt an diesem Tag eben nicht
nur Menschen an einen Tisch, sondern auch Vereine zusammen.
Das Konzept hat inzwischen Tradition. Seit 2016 findet das Greizer Suppenfest
regelmäßig statt. Dass es längst seinen festen Platz im Veranstaltungskalender gefunden
hat, zeigt auch die Resonanz der Vereine: Die Teilnehmer melden sich inzwischen selbst für
das jährliche Fest an.
Organisiert und veranstaltet wird das Suppenfest vom GreizErLeben e.V. Über mehrere
Monate bereitete der gesamte zehnköpfige Vorstand die Veranstaltung vor. Von
Suppenschüsseln und Müllcontainern über Bierbänke und Tische bis zur Koordination der
Teilnehmer musste vieles bedacht und organisiert werden. Vorbereitung und Durchführung
erfolgten ehrenamtlich.
Peppermints gewinnen den Suppenwettbewerb
Bei aller Gemeinschaft durfte auch der freundschaftliche Wettbewerb nicht fehlen. Bei der
Wahl zur leckersten Suppe überzeugten die Peppermints e.V. und belegten den ersten
Platz. Auf Platz zwei folgten die Elster Baskets Greiz e.V., Platz drei ging an
die Lebenshilfe Greiz e.V.
Beim Wettbewerb um den schönsten und dekorativsten Stand drehten die Elster Baskets
Greiz e.V. den Spieß um und sicherten sich Platz eins. Der Greizer SV erreichte Platz zwei,
der Diakonieverein Carolinenfeld e.V. Platz drei.
Eine eigene Jury bewertete beide Wettbewerbe. Ihr gehörten ein unabhängig ausgewählter
Greizer Bürger aus dem Publikum, Enrico Rothe vom GreizErLeben e. V., Felix Schäfer
sowie Chantal Seinige an. Die Urkunden für die Preisträger des Suppenfestes
überreichte Manja Kollascheck, stellvertretende Vorsitzende des GreizErLeben e.V.
Großer Jubel beim „Verein des Jahres 2026“
Um 14 Uhr folgte der zweite große Höhepunkt des Tages: die Bekanntgabe des „Vereins
des Jahres 2026“. Im Finale standen die Astronomische Gesellschaft Greiz e. V., der
Fischereiverein Goldene Aue Greiz e. V., die Peppermints e. V., die Elster Baskets Greiz e.
V. und der SV Chemie Greiz e. V. – fünf Vereine aus ganz unterschiedlichen Bereichen des
Greizer Vereinslebens.
Bevor das Ergebnis verkündet wurde, richtete Jan Popp, Vorsitzender des GreizErLeben
e.V., einige Worte zum Wettbewerb an die Gäste und die fünf Finalisten.
Als schließlich der Name Peppermints e.V. fiel, brach großer Jubel aus. Nach dem ersten
Platz beim Suppenwettbewerb gab es für die Vereinsmitglieder damit gleich den zweiten
Grund zum Feiern: Die Peppermints dürfen nun den Titel „Verein des Jahres 2026“ tragen.
Mit dem Titel verbunden sind 1.000 Euro Preisgeld sowie zwei 50-Liter-Bierfässer der
GREIZER Vereinsbrauerei. Die vier weiteren Finalisten erhielten als Anerkennung ihres
Engagements jeweils 250 Euro.
Bürgermeister Alexander Schulze übergab die Urkunden im Beisein des Hauptsponsors
REWE Schott OHG sowie der Jurymitglieder der Aktion: REWE Schott OHG, die Zürich
Versicherung Brettfeld, die Greizer Vereinsbrauerei, ZibaBau, Sicherheitsdienst Jahn
und Autohaus Kühnert.
Die Wahl zum „Verein des Jahres“ und die Wettbewerbe des Suppenfestes
waren voneinander unabhängige Aktionen mit unterschiedlichen Jurys. Dass die
Peppermints bei beiden Wettbewerben erfolgreich waren, gab dem Verein an diesem
Nachmittag gleich doppelt Anlass zum Feiern.
Die Aktion „Verein des Jahres“ ist eine Initiative des GreizErLeben e.V. und wird
ebenfalls ehrenamtlich organisiert. Möglich werden die Preisgelder durch die
Unterstützung der gewonnenen Sponsoren. So konnten nicht nur die Sieger ausgezeichnet,
sondern alle fünf Finalisten für ihr Engagement gewürdigt werden. Die Unterstützung der
Sponsoren soll zugleich das Ehrenamt und den Zusammenhalt in der Region stärken.
Viele Hände hinter einem gelungenen Tag
Hinter einem solchen Veranstaltungstag steckt viel Arbeit. Neben dem zehnköpfigen
Vorstand des GreizErLeben e.V. waren zahlreiche Helfer beim Auf- und Abbau im Einsatz.
Ein besonderer Dank gilt Gilbert Hämmerle und Kevin Brettfeld, die tatkräftig beim
Getränkeausschank im Bierwagen unterstützten, sowie Charlotte Glagau, welche am
Veranstaltungstag mit anpackte. Ebenso gilt der Dank allen weiteren Helferinnen und
Helfern, den 18 teilnehmenden Vereinen und Einrichtungen sowie den Sponsoren und
Unterstützern. Ein Dank geht auch an die Stadt Greiz für die Möglichkeit, den Schlossgarten
für diese Veranstaltung nutzen zu können.
Am Ende waren es nicht allein die 18 Suppen, die diesen Tag ausmachten. Liebevoll
geschmückte Stände, das gemeinsame Probieren, viele Gespräche und ein fröhliches
Miteinander machten den Schlossgarten für einige Stunden zu einem Treffpunkt für ganz
Greiz.
Und wer das bunte Treiben in diesem Jahr verpasst hat, dürfte für die nächste Ausgabe
einen guten Vorsatz haben: Beim nächsten Greizer Suppenfest unbedingt selbst von
Topf zu Topf kosten.










































